29.11.2023

Erstes MINT-Camp des Fulda-Weser-Netzwerks im SJ 2023/2024

Das erste Camp, indem sich alles um das Thema Glas und Optik drehte, fand wie jedes Jahr in Nienburg statt.

Die Anfahrt am 29.11. war für die Schüler:innen Anna, Gerda, Emma und Anton vom Internat Solling dieses Jahr allerdings etwas unkonventionell, da sie direkt von einer Kunst-Exkursion in Hamburg anreisten. Aber diesen erhöhten Aufwand haben die vier gern in Kauf genommen, um an dem ersten MINT-Camp dieses Schuljahres teilzunehmen. Begleitet wurden sie von Dr. Frank Hubenthal, der die vier am Bahnhof in Nienburg einsammelte und zum Naturfreundehaus „Luise Wyneken“ fuhr, wo alle Teilnehmenden übernachteten.
Am ersten Abend war ein gemeinsames Abendessen und Kennenlernen mit kleineren Spielen geplant. Aufgrund eines Oberleitungsschadens bei der Deutschen Bahn zog sich das Kennenlernen allerdings deutlich hin, da die Teilnehmenden aus Kassel mit rund 4 Stunden Verspätung in Nienburg ankamen. Das tat der guten Stimmung unter den Schüler:innen jedoch keinen Abbruch und sie dehnten den Kennenlern-Abend einfach in eine Kennenlern-Nacht aus.

Am nächsten Morgen waren aber alle fit, um nach dem Frühstück die Glashütte Ardagh Metal Packaging zu besuchen. Hier wurde ihnen viel über die Glasherstellung und die Hintergründe der Glashütte vermittelt. Spannend war natürlich der Besuch der Produktionsanlagen. Vom Schmelzofen, über die formgebenden Anlagen und den Kühlofen, bis hin zur Qualitätssicherung konnte alles besichtigt werden. Besonderen Eindruck hinterließen die unglaublichen Mengen an Glasflaschen, die hier jede Minute vom Band laufen, und die durch die Luft fliegenden zähflüssigen Glastropfen.

Nach einer Stärkung in der Glashütte ging es dann zum Dönnhoff-Gymnasium, wo die Schüler:innen selbstständig Chemie-Experimente durchführten und unter anderem verschiedene Gläser sowie Bologneser Tränen herstellen. Nach rund drei Stunden intensiven Experimentierens hatten sich die Schüler:innen ein Pause verdient, die sie gemeinsam auf dem Weihnachtsmarkt verbrachten. Nach dem Abendessen startete der kulturelle Teil des Camps, in dem die Teilnehmenden ins Mittelalter entführt wurden. Auf einer Nachtwächterführung durch die Innenstadt mit anschließendem Besuch des Glockenturms der St. Martins Kirche lernten die Schüler:innen in kurzweiligen zwei Stunden viel über die Stadt Nienburg und das Leben eines Nachtwächters in den vergangenen Jahrhunderten. Durchgefroren aber mit vielen neuen Erkenntnissen ging es zurück zum Naturfreundehaus, in dem der Abend entspannt ausklingen konnte.

Am letzten Tag des Camps ging es hauptsächlich um die Physik des Glases. So wurden Absorptionsexperimente durchgeführt und die dahinter liegenden Gesetze kennengelernt, sich mit der Ausbreitung von Licht in verschiedenen Materialien oder der Datenübertragung mittels Licht beschäftigt. Abschließend konnten die Schüler:innen noch ihre handwerklichen Fähigkeiten testen, indem sie einen optisch gesteuerten Schaltkreis zusammengelötet haben. Gegen 14:00 Uhr saßen dann Anna, Gerda, Emma, Anton und Dr. Hubenthal – erschöpft aber glücklich –  im Bus zurück zum Internat. Als Fazit bleibt, dass es erneut ein spannendes MINT-Camp in Nienburg war, wofür die Teilnehmenden des Internats den Organisatoren aus Nienburg recht herzlich danken. Die Schüler:innen des Internat Solling freuen sich schon auf ein Wiedersehen im April zum MINT-Camp in Kassel, wo es dann um Mathematik, Netzwerke und Datensicherheit gehen wird.